...wo Kaffee oben steht!
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kritisiert die praktizierte Kaffee ‚Melange’ Steht im Kaffeeregal, ist verpackt wie Kaffee, sieht aus wie Kaffee – ist allerdings "Melange". Wer zur falschen Kaffeemarke greift, bekommt zum Preis von Kaffee rund 90 % gemahlene Kaffeebohnen und 10 % Maltodextrin und Karamell, darauf macht die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz aufmerksam. Zu erkennen ist diese Mischung zum Beispiel am dezenten Hinweis "Harmonische Melange aus Röstkaffee, Maltodextrin und Karamell" auf der Vorderseite der Verpackung oder bei einem Blick auf die Zutatenliste. "Diese Art der Kennzeichnung ist nach unserer Auffassung unzureichend, da leicht zu übersehen", kritisiert Waltraud Fesser, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale. "Zuckerzusätze, die Verbraucher erfahrungsgemäß im herkömmlichen Röstkaffee nicht vermuten, sollten immer deutlich sichtbar auf der Frontseite durch einen zusätzlichen Hinweis auf die geänderte Rezeptur gekennzeichnet sein." Mit den Zuckerstoffen Maltodextrin und Karamell kandieren verschiedene Kaffeeanbieter nach eigenen Angaben ihre Kaffeebohnen zur Geschmacksabrundung. Maltodextrin wird zu den Zuckerstoffen gezählt und ist ein kaum süß schmeckender, fast geschmacksneutraler Füllstoff. ONKO hat angekündigt, sein komplettes Röstkaffeesortiment durch diese Mischungen zu ersetzen. Eduscho bietet in der Serie Gala zwei Kaffeesorten als Melange an. Bei der Marke Rondo wird nur Karamell eingesetzt. "Das Beispiel Onko darf nicht Schule machen", so Fesser. "Verbraucher hätten dann nicht mehr die Möglichkeit, reinen Röstkaffee zu kaufen." Nicht zu verwechseln ist der Karamellzusatz mit den aromatisierten Kaffees, denen beim Rösten Aromen, wie Vanille-, Haselnuss- oder Schoko zugesetzt wird. Zudem stand der Begriff "Melange" ursprünglich für Kaffeespezialitäten mit Sahne oder Milch in Österreich und der Schweiz. Wer keine Zuckerstoffe oder Karamell im Kaffee haben will, muss nun auch bei Kaffee die Packungsaufschriften genau prüfen und ggf. die Sorte wechseln, rät die Verbraucherzentrale.
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz // verbraucherzentrale-rlp.de
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