… produziert von Herza aus Nordersted.
Diese Weltneuheit kommt aus Norderstedt. Schoko-Hersteller Herza und das Land Schleswig-Holstein starten ein einmaliges Forschungsprojekt:
Statistisch verzehrt jeder Deutsche im Jahr 17,8 Kilogramm Joghurt. Besonders beliebt sind Produkte mit Schokoladenstückchen. Doch die Schokolade hat einen Nachteil. Sie ist nicht keimfrei, wird sie beigemischt, verdirbt der Joghurt schnell. Joghurt biete einen ausgezeichneten Nährboden für Schimmelpilze und Hefe. "Keimfrei ist aber nicht ganz korrekt, keimarm trifft das Vorhaben besser". Die Schokolade muß nicht steril sein wie im Krankenhaus. Es reicht, die Mikroorganismen so weit abzutöten, dass sie nicht auskeimen können.
Von dieser Situation ausgehend entwickelte das Norderstedter Traditionsunternehmen Herza ein aufwendiges Verfahren zur Herstellung steriler Schokolade. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt den Produzenten mit über 270.000 Euro - “Mit diesem neuen Verfahren können künftig Lebensmittelzubereitungen hergestellt werden, die bisher aufgrund der Keimproblematik nicht denkbar waren”, begründet die Wissenschafts-Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen die hohe Förderung. Bis die neue Technik eingesetzt wird, müssen wir uns allerdings noch ein wenig gedulden. Etwa 1,1 Millionen Euro kamen gesamt als Invest von Herza, eine Tochterfirma der Hamburger Unternehmensgruppe Stern-Wywiol.
Allerdings investiert der Betrieb nicht nur aus reiner Lust an Forschung und Fortschritt. Die keimarme Schokolade soll den Umsatz steigern. Herza geht von einem Marktpotenzial für Joghurt mit Schokolade von rund 800.000 Tonnen allein in Deutschland aus, Tendenz steigend. In den Bechern sei Platz für rund 5000 Tonnen Schoko-Stücke, davon will Herza rund 3000 produzieren. Hinzu komme der US-Markt mit seiner enormen Nachfrage.
Über Herza Schon bisher gehört Herza, gegründet 1921 von Hermann Zapf in Hamburg, zu den führenden Herstellern von Qualitätsschokolade für industrielle Anwendung. Etwa 25 Prozent der Produktion entfallen auf Confiserie-Spezialitäten, 75 Prozent auf Schokolade für die weiter verarbeitende Industrie. Die Produkte aus Norderstedt werden vor allem als Beimischung für Müsli, Babynahrung, Feingebäck, Speiseeis, Dessertzubereitungen und Molkereiprodukte verwendet. Herza erzielt damit einen Jahresumsatz von 17 Millionen Euro. Zur Gruppe gehören neben Herza zehn weitere Firmen mit Produktionsstätten in Hamburg, Ahrensburg und Wittenburg/Westmecklenburg sowie im Ausland. Der Jahresumsatz der Gruppe beträgt etwa 350 Millionen Euro.
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Über das Zukunftsprogramm Wirtschaft in Schleswig-Holstein In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 752 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder- Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur"(GRW) zuzüglich eines Sonderprogramms in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket I sowie ergänzenden Landesmitteln inHöhe von rund 175 Mio. Euro." Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein Das Zukunftsprogramm Wirtschaft wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei. Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein. Mehr Informationen im Internet unter zukunftsprogramm.schleswig-holstein.de
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